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Kann ich meinen Hund vegetarisch ernähren?

Yes you can! Während Katzen als Fleischfresseer (Carnivoren) gelten, können Hunde als Fleisch-Allesfresser (Carni-Omnivoren) auf fleischliche Kost verzichten. Was du dabei beachten muss und weshalb wir auch bei diesem Theman nicht schwarz-weiss denken sollen, erzählen wir dir hier.

Woher kommt eigentlich die feste Annahme, dass die Fütterung von hohen Mengen Fleisch einen Vorteil für die Gesundheit des Hundes bringt? Eine Studie dazu gibt es jedenfalls bis heute nicht. Studien haben lediglich gezeigt, dass die Fütterung frischer Nahrungsmittel vorteilhaft sein kann – hier wären wir wieder bei den selbstzubereiteten Mahlzeiten.

Es gibt sehr viele Haltungen zum Thema «vegetarische Ernährung» – beim Menschen und beim Tier. Fakt ist: Bei beiden Lebewesen ist die vegetarische Ernährung möglich. So gibt es viele Studien dazu, die das belegen. Eine sehr bekannte stammt von Dr. Andrew Knight und Madelaine Leitsberger. Die beiden erstellten eine Review von 2016,in der sie vier frühere Studien zur Nährstoffverträglichkeit vegetarischer Hundefutter im Vergleich zu einer fleischbasierten Ernährung analysierten. Aufgrund ihrer eigenen Daten sowie der steigenden Anzahl an Bevölkerungsstudien und Fallberichten zu diesem Thema kamem sie zu dem Schluss: Hunde können mit einer vegetarischen Ernährung gesund leben und sogar gesundheitliche Vorteile daraus ziehen, sofern ein vollständiges und ausgewogenes Futter gefüttert wird.

Vorteile der fleischlosen Ernährung

  • Geringere CO2-Belastung
  • Purinarme Ernährung
  • Preisgünstiger als Fleisch

Vegan geht auch?

Ob Hunde auch mit einer veganen Ernährung alle wichtigen Nährstoffe erhalten, untersuchte 2014 Pia-Gloria Semp im Rahmen deiner Magisterarbeit an der veterinärmedizinischen Universität in Wien. Obwohl die Studie sehr klein ist und mit 20 Hunden wissenschaftlich nicht aussagekräftig, bietet sie einen interessanten Hinweis darauf, dass auch die vegane Ernährung für Hunde funktionieren kann.

Wichtig bei der Fütterung ist, dass alle essenziellen Aminosäuren in der Nahrung enthalten sind. Diese sind lebensnotwendig und können vom Körper nicht selber hergestellt werden. Einige ausgewählte Proteinquellen seien hier aufgezählt: Soja/Tofu, Seitan aus Weizen, Hülsenfrüchte wie Erbsen, Linsen und Bohnen sowie Kartoffeln. Zudem musst du deinem Hund zusätzlich Vitamin D und Vitamin B12 geben, da er diese nur über tierische Nahrung aufnehmen kann.

Wenn diese Proteinquellen in einem geeigneten Verhältnis kombiniert werden, ist eine vegane Ernährung möglich. Es braucht aber wirklich einiges an Auseinandersetzung mit dem Thema von daher: Lies dich bitte genau in das Thema ein, bevor du dich dafür entscheidest.

Du willst wissen, wie du deinen Hund vegetarisch oder vegan ernähren kannst?

Niki zeigt dir in einem kostenlosen und unverbindlichen Gespräch, wie das geht. Deine Möglichkeiten und Bedürfnisse werden natürlich miteinbezogen.

Ist die fleischlose Ernährung artgerecht?

Schwierige Frage. Aber eine, die gefragt werden muss. Wie bereits gesagt ist ein Hund kein reiner Pflanzenfresser. Er ist ein Fleisch-Allesfresser. Um diese Frage zu beantworten, ist es wichtig, einen Blick auf die Geschichte des Hundes zu werfen:

Ursprünglich stammt der Hund vom Wolf ab. Der Haushund, wie wir ihn heute kennen, hat heute aber so viel mit dem Wolf gemeinsam wie wir Menschen mit dem Affen. Denn der Haushund, so wie wir ihn kennen, ist ein domestiziertes Lebewesen, das sich seit Jahrhunderten von Essensresten der Menschen ernährt. Ganz wichtig ist hierbei zu beachten, dass die Menschen vor der Industrialisierung sehr wenig Fleisch gegessen haben und wenn sie solches hatten, wurde dieses bestimmt nicht an die Hunde verfüttert. Daraus kann man schliessen, dass Hunde sich vermutlich über Jahrhunderte von fleischlosen Essensresten ernährt haben und sich so ihre Verdauung darauf eingestellt hat. Es ist also keine Tierquälerei, einen Hund vegetarisch zu ernähren. Denn ein Hund frisst, was wir ihm vor die Schnauze stellen. Und sind wir ehrlich: Pino stürzt sich genau so leidenschaftlich über ein Stück Tofu wie über ein Stück Fleisch. Deshalb schliessen wir diesen Text mit folgendem Fazit ab:

Fazit

Seinen Hund vegetarisch/vegan zu ernähren ist eine wichtige Sache. Denn Fakt ist: Wollen wir unsere Klimaziele erreichen, müssen alle Lebewesen, denen eine fleischlose Ernährung möglich ist, ihren Fleischkonsum reduzieren – um 90 % um genau zu sein.

Dennoch sollte man dieses Thema nicht schwarz-weiss denken. Denn ein Hund freut sich ab und zu wie manche Menschen über ein Stück Fleisch. Wie die Zero-Waste Aktivistin Anne-Marie Bonneau, so schön sagt: «We don’t need a handful of people doing zero waste perfectly. We need millions of people doing it imperfectly.» Halten wir uns dieses Zitat vor Augen und leben es nicht in Sachen «Zero-Waste», sondern auch in allen anderen Bereichen wie in diesem Falle der vegetarischen Ernährung.

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