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So stellst du deinen Hund auf ein neues Futter um

Es gibt verschiedene Gründe, warum du das Futter deines Hundes umstellen musst – oder willst. Wichtig bei der Umstellung auf ein neues Futter ist immer, deinen Hund langsam daran zu gewöhnen. Warum das so ist und wie dir die Umstellung gelingt, erklären wir dir hier.

Um den Zweck der Umfütterung zu verstehen, machen wir einen kleinen Exkurs in den Darm deines Hundes, an den Ort, wo sich die Darmflora befindet. Sowohl Menschen als auch Tiere besitzen sie. Die Darmflora besteht aus verschiedenen Bakterienspezies. Zusammen bilden ein komplexes Ökosystem, das folgende Aufgaben im Körper deines Hundes – und auch deines Körpers – erfüllt:

  1. Verdauung: Die Darmbakterien sorgen dafür, dass alles, was dein Hund frisst, so verarbeitet wird, dass es der Körper deines Hundes verwerten kann.
  2. Vitaminproduktion: Die Darmflora produziert verschiedene Vitamine, die der Körper für sich nutzen kann. Dazu zählen Biotin, Folsäure, Riboflavin sowie Vitamin B12 und Vitamin K.
  3. Neutralisieren von Giftstoffen: Einige Darmbakterien können giftige (toxische) Substanzen neutralisieren, auch solche, die als krebserregend gelten.
  4. Immunabwehr: Die Darmflora ist extrem wichtig für die Immunabwehr. Die Darmschleimhaut hat eine Oberfläche von 300 bis 500 Quadratmetern und stellt damit die grösste Grenzfläche des Körpers dar. Die hier siedelnden «guten» Darmbakterien verhindern, dass sich krankmachende Keime ausbreiten und Darminfektionen auslösen können.

Grundsätzlich kann man also sagen, dass je vielfältiger die Darmflora ist, desto besser kann sie ihre Aufgaben erfüllen. Und wie kommt man nun zu einer vielfältigen Darmflora? Mit einer vielfältigen Ernährung genau! So kannst du das Fertigfutter deines Hundes mit Zutaten ergänzen oder deinen Hund mit selbst zubereiteten Mahlzeiten ernähren. In einer späteren Phase kannst du auch zwischen Fertigfutter und selbstzubereitetem Futter wechseln.

Wenn du mehr über dieses spannende Thema erfahren willst, haben wir dir hier einige Studien zusammengetragen:

  1. Veränderungen der Bakterienkulturen bei Magen-Darm-Entzündungen von Katzen und Hunden
  2. Ähnlichkeit des Darmmikrobioms von Hund und Mensch in Bezug auf den Gen-Gehalt und die Reaktion auf die Ernährung
  3. Auswirkung der Ernährung auf die Darmbakterien von Hunden mit unterschiedlichem Körperzustand

Warum eine Umfütterung wichtig ist:

Es kann sein, dass die Verdauung deines Hundes überfordert ist, wenn er ein Leben lang dasselbe Futter gefressen hat und von heute auf morgen neues Futter bekommt. Denn die Darmflora, sprich die Bakterien im Darm deines Hundes kennen nur das eine Futter und müssen sich ebenso an die Umstellung gewöhnen. Ist dies nicht der Fall, kann es zu Verdauungsproblemen wie Durchfall und Erbrechen kommen. Aus diesem Grund sollten Sie dem Magen-Darm-Trakt Ihres Vierbeiners ausreichend «Eingewöhnungszeit» bei der Futterumstellung geben. 

So gehst du bei einer Umfütterung zu selbstgekochten Mahlzeiten vor:

Am besten gewöhnst du deinen Hund an das neue Futter, indem du es mit dem gewohnten Futter mischt. Anfangs nur eine kleine Menge des neuen Futters untermischen und mit klein sprechen wir von einem Esslöffel. Wenn dein Hund das verträgt, dann gibst du einen weiteren Esslöffel am Folgetag hinzu. Und gleichzeitig reduzierst du natürlich die Menge des gewohnten Futters. So gewöhnt sich dein Hund Schritt für Schritt an das neue Futter – und auch die Verdauung hat Zeit, sich auf die neue Situation einzustellen.

Die meisten Hunde kommen mit dieser Art der Futterumstellung gut zurecht. Dennoch: Eine «Eingewöhnungszeit» ist sehr individuell und kann bei empfindlichen und sensiblen Hunden bis zu 3 Wochen dauern.

Woraus besteht die Mahlzeit während der Umfütterung?

Damit die Umfütterung gelingt, ist ganz wichtig, dass diese aus gekochten, Zutaten besteht. Denn gekochte Nahrung ist leicht verdaulicher. Und auch tierische Proteine sind leicht verdaulicher als pflanzliche. Raw Food und Hülsenfrüchte sind somit für «fortgeschrittene Verdauungen». 😉 

Starte deshalb mit folgender Mahlzeit aus:

  • gekochten, zerstampften Karotten
  • gekochten, zerstampften Kartoffeln
  • gekochtem, zerkleinertem Fleisch

Das genaue Rezept findest du hier.

Wenn dein Hund nach 2-3 Wochen gut mit diesem Futter zurecht kommt, kannst du vorsichtig einen geraffelten Apfel hinzugeben, etwas Hüttenkäse oder ein Ei. Dein Mantra für diese Zeit lautet: Beobachten und entsprechend reagieren. So erarbeitest du dir langsam ein vielfältiges Spektrum an Zutaten für deinen Hund und weisst genau, was er verträgt und was nicht.

Welche Probleme können bei einer Futterumstellung auftreten?

Typische Probleme, die während einer Futterumstellung auftreten können, sind:

  • Blähungen
  • Breiiger Kot
  • Häufiger Kotabsatz
  • Grössere Kotmenge
  • Erbrechen

Bei einer langsamen und schonenden Futterumstellung haben viele Hunde gar keine oder nur sehr milde Probleme. Wenn also Probleme auftreten, dann mach einen Schritt zurück und warte ab, bis die Symptome verschwinden. Es ist aber ganz normal, dass diese Symptome auftreten, da sich die Darmflora und die Verdauungssäfte ja erst an die neue Futterzusammensetzung gewöhnen müssen. Von daher: Kein Grund zur Sorge. Vor allem häufigerer Kotabsatz auf dem Spaziergang ist während der Umstellungsphase nicht ungewöhnlich. Nach ca. 3-4 Wochen sollte sich die Häufigkeit und die Menge des Kotabsatzes wieder normalisiert haben. Dasselbe gilt für eine etwas weicheren Kotkonsistenz oder Blähungen.

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