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Welches ist das richtige Futter für meinen Hund?

Barfen, Trockenfutter, Nassfutter? Mit Fleisch, vegetarisch oder vegan? Das Thema der Hundeernährung ähnelt einem Kampf durch einen Urwald voller Meinungen und Halbwissen. Wir klären auf.

Die Ernährungsformen im Überblick

Es ist uns ein Anliegen, dir dabei zu helfen, deine eigene Antwort auf die Frage nach dem richtigen Futter für deinen Hund zu finden. Doch was gibt es überhaupt für Möglichkeiten? Wir zeigen sie dir auf:

NassfutterTrockenfutterBARFENSelbstgemachtes Futter
Vorteile
  • Hoher Feuchtigkeitsanteil
  • Hohe Futterakzeptanz
  • Weniger stark verarbeitet als Trockenfutter
  • Schnelle Fütterung möglich
  • Hoher Energiegehalt
  • Leicht zu transportieren
  • Lange Haltbarkeit bei richtiger Lagerung
  • Schnelle Fütterung möglich
  • Frische und natürliche Ernährung
  • Weniger Abfall als bei Fertigfutter
  • Frische und natürliche Ernährung
  • Weniger Abfall als bei Fertigfutter
  • Vegetarische und vegane Fütterung möglich, erfahre hier mehr darüber
  • Du bestimmst, was dein Hund frisst
  • Du weiss, was dein Hund verträgt und was nicht und kannst darauf reagieren
  • Mit lokalen und vegetarischen Zutaten schonst du die Umwelt
Nachteile
  • Lässt sich geöffnet nur wenige Tage lagern
  • Lagerung braucht Platz
  • Weniger leicht zu transportieren
  • Stinkt 🙊
  • hohe Umweltbelastung aufgrund fleischreicher Ernährung
  • Lagerung der Zutaten im Gefrierfach
  • Zeitintensivere Zubereitung als Fertigfutter
  • Rohes Fleisch ist allfällig für multiresistente Bakterien
  • Fraglich, ob diese Ernährungsform artgerecht ist

Die 3 Ernährungsformen unter der Lupe

1. Fertigfutter

Ob Trockenfutter oder Nassfutter: Beides sind Fertigfutter und beide haben den Vorteil, dass der Aufwand der Fütterung minimal ist. Denn sie sind Alleinfutter. Das bedeutet, dass dein Hund alle wichtigen Nährstoffe durch das Futter erhält und du nichts weiter tun musst, als das Futter in den Napf zu geben. 

Ok, ganz so einfach ist es doch nicht. Denn solltest du dich für Fertigfutter entscheiden, ist es wichtig, auf zwei Dinge zu achten:

  1. Zutaten
  2. Nährstoffgehalt

Entsprechen diese zwei Faktoren nicht dem Bedarf deines Hundes, kann das Gesundheitliche folgen für deinen Hund haben und dich so einiges Kosten. Denn ein kranker Hund ist teuer. So hat eine Studie aufgezeigt, dass Tiere, die mit hausgemachtem Futter gefüttert werden (basierend auf ähnlichem Futter wie in der Familie) ein Durchschnittsalter von 13,1 Jahren erreichen, während Tiere, die mit industriellem Dosenfutter gefüttert werden, ein Durchschnittsalter von 10,4 Jahren erreichen. Die Tiere, die mit gemischtem Futter gefüttert werden (hausgemachtes und Dosenfutter) erreichen ein Durchschnittsalter von 11,4 Jahren.

Was du beim Kauf eines Fertigfutter beachten musst, hat das hundemagazin.ch sehr genau in diesem Artikel beschrieben.

2. Barfen

Das Barfen orientiert sich an der Ernährungsweise von Wölfen in freier Wildbahn. Ein ausgewogenes BARF-Menü setzt sich deshalb aus rohem Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Obst und Gemüse, Mineralien, Ölen und Fetten zusammen. An dieser Stelle stellt sich die Frage: Muss in Hund wie ein Wolf fressen? Die Antwort darauf lautet ganz klar NEIN. Denn nur weil ein Hund vom Wolf abstammt, heisst das nicht, dass er wie einer fressen muss. So zeigt die Studie «When dogs homed in on humans», dass der Wolf im Vergleich zum Hund nur zwei Kopien eines Gens und ein Hund zwischen vier und 30 Kopien dieses Gens zur Herstellung von Amylase besitzt. Amylase ist ein Enzym, die es dem Hund ermöglicht, die Stärke in pflanzlichen Nahrungsmitteln zu verdauen. Mehr Kopien dieses Gens bedeuten eine gesteigerte Produktion von Amylase. Somit lässt sich sagen, dass ein Hund problemlos Stärke verdauen kann.

Zudem hat eine Studie der ETH Zürich gezeigt, das wir bei über 60 Prozent der Proben ESBL-bildende Bakterien gefunden haben. Darunter waren auch einige Escherichia coli-Typen, die bei Menschen und Tieren Infektionen auslösen können. Von daher ist der hygienische Umgang mit dem rohen Fleisch von grösster Wichtigkeit.

Weitere Studien übers Barfen

1. Aktuelle Erkenntnisse über die Risiken und Vorteile einer Ernährung mit rohem Fleisch für Hunde und Katzen
2. Rohkostdiäten bei Haustieren: Eine kritische Überprüfung

3. Selbstgemachtes Futter

Egal ob Mensch oder Hund: Die natürliche, nicht verarbeitete Ernährung ist das beste für alle Lebewesen. Davon sind wir nicht nur überzeugt, das zeigt auch die Studie von Gérard Lippert (siehe Punkt 1.Fertigfutter). Zudem weisst du bei selbstgemachtem Futter genau, was dein Hund verträgt und was nicht.

«Aus unserer Analyse geht hervor, dass die Mitwirkung des Hundehalters bei der Auswahl des Futters, das dem Tier serviert wird, von grösster Bedeutung ist und dass die Lebenserwartung seines Hundes direkt mit der Qualität des Futters zusammenhängt.»

Gérard Lippert

Wichtig ist hier aber auch zu sagen: Wenn du deinen Hund mit selbst hergestellten Mahlzeiten füttern wirst, setzt dich bitte damit auseinander, was eine ausgewogene Mahlzeit bedeutet. Denn in einer 2013 veröffentlichten Studie haben US-Wissenschaftler 200 Hundefutter-Rezepte zum Nachkochen analysiert.Das Ergebnis: 95 Prozent verfehlten bei mindestens einem lebenswichtigen Nährstoff die Ernährungsvorgaben. Hier findest du eine Anleitung, wie man ausgewogenes Hundefutter herstellt.

Doch hat man das Wissen darüber für einmal erlangt, birgt die Art der Fütterung sehr viel Sicherheit, Freiheit und Wissen. Du lernst deinen Hund besser kennen, weisst wie auf ihn reagieren, kennst seine Vorlieben, kannst seine Verdauung sowie seine Immunabwehr stärken und selbstständig reagieren, sollte er zu oder abnehmen. 

Unser Fazit

Generell lässt sich sagen, dass du deinen Hund sowohl mit Fertigfutter als auch mit selbst hergestellen Mahlzeiten ernähren kannst. Wir können dich nur dazu animieren, dich mit deiner und der Ernährung deines Hundes auseinanderzusetzen. Denn langfristig stärkt eine lokale und natürliche Ernährung die Gesundheit aller Lebewesen, kostet weniger Geld und schont die Umwelt. Daher unser Vorschlag: Wie wäre es, in stressigen Zeiten auf ein hochwertiges Trockenfutter zu setzen und zwischendurch deinem Hund selbst etwas zu kochen? So kannst du dich Schritt für Schritt mit einer lokalen und gesunden Ernährung auseinandersetzen und langsam in das Thema reinwachsen. Wir können dir garantieren: Es lohnt sich!

Hier erfährst du, wie du ausgewogene Mahlzeiten für deinen Hund herstellen kannst.

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